Das Ergebnis unserer Arbeit ist anders als wir es uns zu Beginn vorgestellt haben. Wir hatten am Anfang der Projektarbeit eine falsche Vorstellung vom Themengebiet. Es hat sich im Laufe der Beschäftigung als wesentlich umfangreicher und komplexer erwiesen als wir uns das vorgestellt hatten. Von unserer Vorstellung das „perfekte Haus“ zu planen mußten wir uns schnell verabschieden, weil es das perfekte Haus wohl nicht gibt und immer Kompromisse eingegangen werden müssen.
Es war recht schwer an objektives Informationsmaterial ranzukommen. Wir haben uns deshalb an Ministerien in verschiedenen Bundesländern gewandt, von denen wir teilweise auch sehr brauchbares Material erhalten haben.
An Material von Firmen dieser Branche zu kommen war hingegen kein Problem. Sie versorgten uns sogar überaus reichlich mit Prospekten. Wir machten auch die Erfahrung das man besser nie die Telefonnummer angibt, weil dies zahlreiche Anrufe hartnäckiger Verkäufer nach sich zieht.
Auch haben wir die Erfahrung gemacht, daß ein einziger Brief oder eine E-Mail viel Post zur Folge haben kann.
Wir haben uns überlegt einmal zu testen ob das zugesandte Informationsmaterial sich unterscheidet wenn sich ein Gruppenmitglied als Student und ein anderes Gruppenmitglied als Bauwilliger an die gleiche Firma wendet. Dieser Versuch hat leider kein aussagekräftiges Ergebnis gebracht. Wir haben die Briefe an 3 verschiedene Firmen geschickt, wobei eine Firma sogar nicht mehr existiert hat. Von einer anderen Firma erhielten wir einen Fragebogen, diesen haben wir dann aber nicht mehr zurückgeschickt. Es war auch in den Mengen an Post die wir erhielten, zu Spitzenzeiten manchmal 3-4 Briefe am Tag, schwer die Antworten auf unseren Versuch getrennt zu halten.
Es ist Schade, daß dieser Versuch gescheitert ist. Das Ergebnis wäre sicher interessant gewesen. Wenn wir noch mal am Anfang der Projektarbeit wären, würden wir wahrscheinlich diesen Versuch ganz an den Anfang stellen, bevor wir schon die bekannten Firmen kontaktiert hätten. Die Auswahl der 3 Firmen war sicher unglücklich.
Die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe hat recht gut funktioniert, was sicher auch darauf zurückzuführen ist, daß wir 3. Semester nur aus Studenten des Studiengangs Umweltplanung bestanden. Da wir deshalb den gleichen Stundenplan hatten war die Terminabsprache kein großes Problem. Auch hatten wir zu gleichen Zeiten Klausuren, deshalb waren wir uns schnell einig, wann mehr und wann weniger für das Projekt getan werden sollte. Zu Beginn des 4. Semesters hat sich die Situation etwas verändert, zum einen durch einen Neuzugang in der Gruppe (Student eines höheren Semesters, dem RINGVO 4 noch fehlt) und zum anderen durch den Studiengang und Fachbereichswechsel eines Gruppenmitglieds, das aber weiterhin freiwillig in der Gruppe mitgearbeitet hat.
Wir hatten keine feste Rollenverteilung innerhalb der Gruppe außer das Bärbel Späth alle Protokolle schrieb, sie hat sich freiwillig dazu bereit erklärt. Ein Leiter der Sitzungen gab es nicht, auch haben wir uns kein System ausgedacht, welches festlegt wer wann und wie zu den Sitzungen einlädt. Dies war aber auch nicht nötig, es hat in unserer Gruppe auch so funktioniert. Immer wenn es irgendwelche Probleme gab, etwas zu entscheiden war oder die Zielfestlegung neu zu definieren haben wir uns getroffen. Dies geschah des öfteren auch auf Wunsch eines Gruppenmitglieds.
Wir hatten zwar organisatorische Vorteile wegen unserer Gruppenzusammensetzung, trotzdem ist es zu bedauern, daß wir keine Studenten anderer Studiengänge für unsere Gruppenarbeit gewinnen konnten. Im 4. Semester hat sich diese Situation etwas verbessert. Aber Studenten der Studiengänge Maschinenbau und Entsorgungstechnik hätten der Arbeit sicher andere, interessante Akzente geben können.
Um so erfreulicher war, dass unser Neuzugang ein Informatikstudent ist, der es erst möglich gemacht hat eine Internetseite zu erstellen.
Eine Zusammenarbeit mit den anderen „Häusergruppen“ kam nicht zustande. Ein Grund dafür ist sicherlich das Problem der Koordination. Auch der unterschiedliche Stand der Arbeiten erschwerte ein solches Treffen.
Wir hatten aber auch das Gefühl, daß eine solche Zusammenarbeit nicht unbedingt erwünscht war. Bei einer solche am Ende bewerteten und benoteten Arbeit herrscht immer die Angst, der andere könnte was abschreiben, was man hart erarbeitet hat. Aber gerade ein solches weitergeben und aufnehmen von Informationen müssen wir lernen um Zeit zu sparen und effektiver zu arbeiten. Dies wird für unser späteres Berufsleben von großer Bedeutung sein.
Wenn wir es noch mal zu machen hätten würden wir uns stärker um eine solche Zusammenarbeit bemühen.
Eine Zusammenarbeit mit Personen außerhalb der Hochschule fand nicht statt.
Wir halten das Thema mit dem wir uns beschäftigt haben für sehr interessant, auch wenn es sehr umfangreich ist und wir nur einen kleinen Einblick erhalten haben. Es ist sicher auch sehr aktuell in der heutigen Zeit. Das Thema ist sicher auch interessant. Wer träumt heutzutage nicht von einem eigenen Haus?
Wenn wir allerdings gewußt hätten, daß sich so viele Gruppen mit einem ähnlichen Thema befassen, hätten wir vielleicht ein Anderes gewählt. Wir haben dies eigentlich erst Ende des 3. Anfang des 4. Semesters erfahren.
Zahlreiche Veranstaltung, auch die von uns besuchte Veranstaltung im Hunsrückhaus am Erbeskopf, organisiert von der Gruppe Faktor 4, haben uns gezeigt wie groß das Interesse an diesem Thema ist.
· Eine Zusammenarbeit über die Grenzen der Hochschule hinaus würde die Arbeit sicher bereichern
· Gerade im Bereich Fördergelder und Kosten von Baumaßnahmen könnte sichern noch einiges ergänzt werden.
· Eine umfangreiche Internetrecherche würde die Arbeit bereichern. Ein Ergebnis könnte eine Linkliste auf unserer Homepage sein.
· Die Zahl der Teilthemen könnte erweitert werden.
· Vielleicht gelingt es unseren Nachfolgern ja die verschiedenen Häuserarbeiten zusammenzubringen.
· Aus der Ferne sieht man vieles besser. Sicher gibt es Möglichkeiten einiges besser zu machen als wir es getan haben.
· Aktualität. Innerhalb kurzer Zeit kann sich viel ändern.
Wir sind uns einig in der Gruppe, dass eine solche Projektarbeit eine neue und interessante Erfahrung für uns war. Über einen so langen Zeitraum, so selbstständig an einem selbst gewählten Thema zu arbeiten, haben wir bis jetzt noch nicht gemacht. Auch die eigene Festlegung des Ziels und der Richtung der Arbeit, um einen zu bewältigenden Umfang der Arbeit zu erreichen waren nicht immer leicht. Aber nach Diskussionen innerhalb der Gruppe haben wir dies erreicht.
Diese interdisziplinäre war sicherlich ein interessanter Test fürs Berufsleben, wo wir ähnliche Probleme unter größerem Druck lösen werden müssen.